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Misophonie

Der Höhepunkt des Theaterstücks ist die versuchte Entführung der Liddy, eine von mehreren Männern begehrte Dame. In einer Waldhütte barrikadiert sie sich vor den Angreifenden. Zeitgleich fängt der Schulmeister den Teufel in einem Käfig ein und bringt ihm zum Ort des Gefechts. Die Situation deeskaliert, als des Teufels Großmutter erscheint und ihn wieder zurück in die Hölle bringt. Damit ist der Höhepunkt des Stückes erreicht.

Die Misophonie ist eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Geräusche (Miso = Hass, Phon = Ton). Oft kann sich die Misophonie wie der eigene Höhepunkt des Tages anfühlen. Im Unterricht, beim Mittagsessen mit Freunden, auf einer Party: Bestimmte Geräusche lösen die Fight-or-Flight Reaktion aus. Der Lärm wird zu viel, der Puls rast mehr und mehr, und man will einfach nur noch weg. Jedes kleinste Geräusch befördert die einsetzende Panik noch mehr. Man fängt an, das eigene Kauen und sogar das Kauen aller um sich herum wahrzunehmen. Die Art, wie die Person am Tisch gegenüber lacht, ist zuviel - es platzt einem der Kragen. Es ist alles zu viel: Reizüberflutung!

In der Arbeit Misophonie wird durch das repetitive Geräusch des Wassers, der verzerrten Stimmen im Hintergrund und der sich bewegenden, abstrakten Formen simuliert, wie sich die Misophonie anfühlen kann. Diese Arbeit ist absolut kein repräsentatives Werk, sondern soll einen Einblick in einen Moment dieser Reizüberflutung geben. 

Videoformat:

1920 x 1080 @ 30fps

Laufzeit:
5m05s

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